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      "text": "Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst\nverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen,\nsich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet\nist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am\nMangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt,\nsich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. sapere aude! habe\nMuth dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! Ist also der Wahlspruch\nder Aufklärung.\nFaulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Theil\nder Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung frei gesprochen\n( naturaliter maiorennes ), dennoch gerne zeitlebens unmündig\nbleiben; und warum es Anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern\naufzuwerfen. Es ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch,\ndas für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat,\neinen Arzt, der für mich die Diät beurtheilt, etc., so brauche ich mich mich\nja nicht selbst zu bemühen. Ich habe nicht nöthig zu denken, wenn ich nur\nbezahlen kann; andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich\nübernehmen. Daß der bei weitem größte Theil der Menschen (darunter\ndas ganze schöne Geschlecht) den Schritt zur Mündigkeit, außer dem da\ner beschwerlich ist, auch für sehr gefährlich halte: dafür sorgen schon jene\nVormünder, die die Oberaufsicht über sie gütigst auf sich genommen haben.\nNachdem sie ihr Hausvieh zuerst dumm gemacht haben und sorgfältig verhüteten,\ndaß diese ruhigen Geschöpfe ja keinen Schritt außer dem Gängelwagen,\ndarin sie sie einsperrten, wagen durften, so zeigen sie ihnen nachher\ndie Gefahr, die ihnen droht, wenn sie es versuchen allein zu gehen.\nNun ist diese Gefahr zwar eben so groß nicht, denn sie würden durch",
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      "text": "einigemal Fallen wohl endlich gehen lernen; allein ein Beispiel von der\nArt macht doch schüchtern und schreckt gemeiniglich von allen ferneren\nVersuchen ab.\nEs ist also für jeden einzelnen Menschen schwer, sich aus der ihm\nbeinahe zur Natur gewordenen Unmündigkeit herauszuarbeiten. Er hat\nsie sogar lieb gewonnen und ist vor der Hand wirklich unfähig, sich seines\neigenen Verstandes zu bedienen, weil man ihn niemals den Versuch davon\nmachen ließ. Satzungen und Formeln, diese mechanischen Werkzeuge eines\nvernünftigen Gebrauchs oder vielmehr Mißbrauchs seiner Naturgaben,\nsind die Fußschellen einer immerwährenden Unmündigkeit. Wer sie auch\nabwürfe, würde dennoch auch über den schmalsten Graben einen nur unsicheren\nSprung thun, weil er zu dergleichen freier Bewegung nicht gewöhnt\nist. Daher giebt es nur Wenige, denen es gelungen ist, durch eigene\nBearbeitung ihres Geistes sich aus der Unmündigkeit heraus zu wickeln\nund dennoch einen sicheren Gang zu thun.\nDaß aber ein Publicum sich selbst aufkläre, ist eher möglich; ja es\nist, wenn man ihm nur Freiheit läßt, beinahe unausbleiblich. Denn da\nwerden sich immer einige Selbstdenkende sogar unter den eingesetzten Vormündern\ndes großen Haufens finden, welche, nachdem sie das Joch der\nUnmündigkeit selbst abgeworfen haben, den Geist einer vernünftigen\nSchätzung des eigenen Werths und des Berufs jedes Menschen selbst zu\ndenken um sich verbreiten werden. Besonders ist hiebei: daß das Publicum,\nwelches zuvor von ihnen unter dieses Joch gebracht worden, sie\nhernach selbst zwingt darunter zu bleiben, wenn es von einigen seiner\nVormünder, die selbst aller Aufklärung unfähig sind, dazu aufgewiegelt\nworden; so schädlich ist es Vorurtheile zu pflanzen, weil sie sich zuletzt an\ndenen selbst rächen, die oder deren Vorgänger ihre Urheber gewesen sind.\nDaher kann ein Publicum nur langsam zur Aufklärung gelangen. Durch\neine Revolution wird vielleicht wohl ein Abfall von persönlichem Despotism\nund gewinnsüchtiger oder herrschsüchtiger Bedrückung, aber niemals wahre\nReform der Denkungsart zu Stande kommen; sondern neue Vorurtheile\nwerden eben sowohl als die alten zum Leitbande des gedankenlosen großen\nHaufens dienen.\nZu dieser Aufklärung aber wird nichts erfordert als Freiheit; und\nzwar die unschädlichste unter allem, was nur Freiheit heißen mag, nämlich\ndie: von seiner Vernunft in allen Stücken öffentlichen Gebrauch zu\nmachen. Nun höre ich aber von allen Seiten rufen: räsonnirt nicht!",
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      "text": "Der Offizier sagt: räsonnirt nicht, sondern exercirt! Der Finanzrath:\nräsonnirt nicht, sondern bezahlt! Der Geistliche: räsonnirt nicht, sondern\nglaubt! (Nur ein einziger Herr in der Welt sagt: räsonnirt, so viel ihr\nwollt, und worüber ihr wollt; aber gehorcht!) Hier ist überall Einschränkung\nder Freiheit. Welche Einschränkung aber ist der Aufklärung\nhinderlich? Welche nicht, sondern ihr wohl gar beförderlich? - Ich antworte:\nder öffentliche Gebrauch seiner Vernunft muß jederzeit frei sein,\nund der allein kann Aufklärung unter Menschen zu Stande bringen; der\nPrivatgebrauch derselben aber darf öfters sehr enge eingeschränkt sein,\nohne doch darum den Fortschritt der Aufklärung sonderlich zu hindern.\nIch verstehe aber unter dem öffentlichen Gebrauche seiner eigenen Vernunft\ndenjenigen, den jemand als Gelehrter von ihr vor dem ganzen Publicum\nder Leserwelt macht. Den Privatgebrauch nenne ich denjenigen,\nden er in einem gewissen ihm anvertrauten bürgerlichen Posten oder\nAmte von seiner Vernunft machen darf. Nun ist zu manchen Geschäften,\ndie in das Interesse des gemeinen Wesens laufen, ein gewisser Mechanism\nnothwendig, vermittels dessen einige Glieder des gemeinen Wesens sich\nbloß passiv verhalten müssen, um durch eine künstliche Einhelligkeit von\nder Regierung zu öffentlichen Zwecken gerichtet, oder wenigstens von der\nZerstörung dieser Zwecke abgehalten zu werden. Hier ist es nun freilich\nnicht erlaubt, zu räsonniren; sondern man muß gehorchen. So fern\nsich aber dieser Theil der Maschine zugleich als Glied eines ganzen gemeinen\nWesens, ja sogar der Weltbürgergesellschaft ansieht, mithin in der\nQualität eines Gelehrten, der sich an ein Publicum im eigentlichen Verstande\ndurch Schriften wendet: kann er allerdings räsonniren, ohne da\ndadurch die Geschäfte leiden, zu denen er zum Theile als passives Glied\nangesetzt ist. So würde es sehr verderblich sein, wenn ein Offizier, dem\nvon seinen Oberen etwas anbefohlen wird, im Dienste über die Zweckmäßigkeit\noder Nützlichkeit dieses Befehls laut vernünfteln wollte; er muß\ngehorchen. Es kann ihm aber billigermaßen nicht verwehrt werden, als\nGelehrter über die Fehler im Kriegesdienste Anmerkungen zu machen und\ndiese seinem Publicum zur Beurtheilung vorzulegen. Der Bürger kann\nsich nicht weigern, die ihm auferlegten Abgaben zu leisten; sogar kann ein\nvorwitziger Tadel solcher Auflagen, wenn sie von ihm geleistet werden sollen,\nals ein Skandal (das allgemeine Widersetzlichkeiten veranlassen könnte)\nbestraft werden. Eben derselbe handelt demungeachtet der Pflicht eines\nBürgers nicht entgegen, wenn er als Gelehrter wider die Unschicklichkeit",
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      "text": "oder auch Ungerechtigkeit solcher Ausschreibungen öffentlich seine Gedanken\näußert. Eben so ist ein Geistlicher verbunden, seinen Katechismusschülern\nund seiner Gemeine nach dem Symbol der Kirche, der er dient, seinen\nVortrag zu thun; denn er ist auf diese Bedingung angenommen worden.\nAber als Gelehrter hat er volle Freiheit, ja sogar den Beruf dazu, alle\nseine sorgfältig geprüften und wohlmeinenden Gedanken über das Fehlerhafte\nin jenem Symbol und Vorschläge wegen besserer Einrichtung des\nReligions= und Kirchenwesens dem Publicum mitzutheilen. Es ist hiebei\nauch nichts, was dem Gewissen zur Last gelegt werden könnte. Denn was\ner zu Folge seines Amts als Geschäftträger der Kirche lehrt, das stellt er\nals etwas vor, in Ansehung dessen er nicht freie Gewalt hat nach eigenem\nGutdünken zu lehren, sondern das er nach Vorschrift und im Namen eines\nandern vorzutragen angestellt ist. Er wird sagen: unsere Kirche lehrt dieses\noder jenes; das sind die Beweisgründe, deren sie sich bedient. Er zieht\nalsdann allen praktischen Nutzen für seine Gemeinde aus Satzungen, die er\nselbst nicht mit voller Überzeugung unterschreiben würde, zu deren Vortrag\ner sich gleichwohl anheischig machen kann, weil es doch nicht ganz unmöglich\nist, daß darin Wahrheit verborgen läge, auf alle Fälle aber wenigstens\ndoch nichts der innern Religion Widersprechendes darin angetroffen wird.\nDenn glaubte er das letztere darin zu finden, so würde er sein Amt mit\nGewissen nicht verwalten können; er müßte es niederlegen. Der Gebrauch\nalso, den ein angestellter Lehrer von seiner Vernunft vor seiner Gemeinde\nmacht, ist bloß ein Privatgebrauch: weil diese immer nur eine häusliche,\nobzwar noch so große Versammlung ist; und in Ansehung dessen ist er als\nPriester nicht frei und darf es auch nicht sein, weil er einen fremden Auftrag\nausrichtet. Dagegen als Gelehrter, der durch Schriften zum eigentlichen\nPublicum, nämlich der Welt, spricht, mithin der Geistliche im öffentlichen\nGebrauche seiner Vernunft genießt einer uneingeschränkten Freiheit, sich\nseiner eigenen Vernunft zu bedienen und in seiner eigenen Person zu sprechen.\nDenn daß die Vormünder des Volks (in geistlichen Dingen) selbst wieder\nunmündig sein sollen, ist eine Ungereimtheit, die auf Verewigung der Ungereimtheiten\nhinausläuft.\nAber sollte nicht eine Gesellschaft von Geistlichen, etwa eine Kirchenversammlung,\noder eine ehrwürdige Classis (wie sie sich unter den Holländern\nselbst nennt), berechtigt sein, sich eidlich unter einander auf ein gewisses\nunveränderliches Symbol zu verpflichten, um so eine unaufhörliche Obervormundschaft\nüber jedes ihrer Glieder und vermittels ihrer über das",
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      "text": "Volk zu führen und diese sogar zu verewigen? Ich sage: das ist ganz unmöglich.\nEin solcher Contract, der auf immer alle weitere Aufklärung\nvom Menschengeschlechte abzuhalten geschlossen würde, ist schlechterdings\nnull und nichtig; und sollte er auch durch die oberste Gewalt, durch Reichstage\nund die feierlichsten Friedensschlüsse bestätigt sein. Ein Zeitalter\nkann sich nicht verbünden und darauf verschwören, das folgende in einen\nZustand zu setzen, darin es ihm unmöglich werden muß, seine (vornehmlich\nso sehr angelegentliche) Erkenntnisse zu erweitern, von Irrthümern\nzu reinigen und überhaupt in der Aufklärung weiter zu schreiten. Das\nwäre ein Verbrechen wider die menschliche Natur, deren ursprüngliche Bestimmung\ngerade in diesem Fortschreiten besteht; und die Nachkommen\nsind also vollkommen dazu berechtigt, jene Beschlüsse, als unbefugter und\nfrevelhafter Weise genommen, zu verwerfen. Der Probirstein alles dessen,\nwas über ein Volk als Gesetz beschlossen werden kann, liegt in der Frage:\nob ein Volk sich selbst wohl ein solches Gesetz auferlegen könnte. Nun wäre\ndieses wohl gleichsam in der Erwartung eines bessern auf eine bestimmte\nkurze Zeit möglich, um eine gewisse Ordnung einzuführen: indem man es\nzugleich jedem der Bürger, vornehmlich dem Geistlichen frei ließe, in der\nQualität eines Gelehrten öffentlich, d. i. durch Schriften, über das Fehlerhafte\nder dermaligen Einrichtung seine Anmerkungen zu machen, indessen\ndie eingeführte Ordnung noch immer fortdauerte, bis die Einsicht in die Beschaffenheit\ndieser Sachen öffentlich so weit gekommen und bewährt worden,\ndaß sie durch Vereinigung ihrer Stimmen (wenn gleich nicht aller) einen\nVorschlag vor den Thron bringen könnte, um diejenigen Gemeinden in\nSchutz zu nehmen, die sich etwa nach ihren Begriffen der besseren Einsicht\nzu einer veränderten Religionseinrichtung geeinigt hätten, ohne doch diejenigen\nzu hindern, die es beim Alten wollten bewenden lassen. Aber auf\neine beharrliche, von niemanden öffentlich zu bezweifelnde Religionsverfassung\nauch nur binnen der Lebensdauer eines Menschen sich zu einigen\nund dadurch einen Zeitraum in dem Fortgange der Menschheit zur Verbesserung\ngleichsam zu vernichten und fruchtlos, dadurch aber wohl gar der\nNachkommenschaft nachtheilig zu machen, ist schlechterdings unerlaubt. Ein\nMensch kann zwar für seine Person und auch alsdann nur auf einige Zeit\nin dem, was ihm zu wissen obliegt, die Aufklärung aufschieben; aber auf\nsie Verzicht zu thun, es sei für seine Person, mehr aber noch für die Nachkommenschaft,\nheißt die heiligen Rechte der Menschheit verletzen und mit\nFüßen treten. Was aber nicht einmal ein Volk über sich selbst beschließen",
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      "text": "darf, das darf noch weniger ein Monarch über das Volk beschließen; denn\nsein gesetzgebendes Ansehen beruht eben darauf, daß er den gesammten\nVolkswillen in dem seinigen vereinigt. Wenn er nur darauf sieht, da\nalle wahre oder vermeinte Verbesserung mit der bürgerlichen Ordnung\nzusammen bestehe: so kann er seine Unterthanen übrigens nur selbst\nmachen lassen, was sie um ihres Seelenheils willen zu thun nöthig finden;\ndas geht ihn nichts an, wohl aber zu verhüten, daß nicht einer den andern\ngewaltthätig hindere, an der Bestimmung und Beförderung desselben nach\nallem seinem Vermögen zu arbeiten. Es thut selbst seiner Majestät Abbruch,\nwenn er sich hierin mischt, indem er die Schriften, wodurch seine\nUnterthanen ihre Einsichten ins Reine zu bringen suchen, seiner Regierungsaufsicht\nwürdigt, sowohl wenn er dieses aus eigener höchsten Einsicht thut,\nwo er sich dem Vorwurfe aussetzt: Caesar non est supra grammaticos,\nals auch und noch weit mehr, wenn er seine oberste Gewalt so weit erniedrigt,\nden geistlichen Despotism einiger Tyrannen in seinem Staate\ngegen seine übrigen Unterthanen zu unterstützen.\nWenn denn nun gefragt wird: leben wir jetzt in einem aufgeklärten\nZeitalter? So ist die Antwort: nein, aber wohl in einem Zeitalter der\nAufklärung. Daß die Menschen, wie die Sachen jetzt stehen, im Ganzen\ngenommen, schon im Stande wären, oder darin auch nur gesetzt werden\nkönnten, in Religionsdingen sich ihres eigenen Verstandes ohne Leitung\neines andern sicher und gut zu bedienen, daran fehlt noch sehr viel. Allein\ndaß jetzt ihnen doch das Feld geöffnet wird, sich dahin frei zu bearbeiten,\nund die Hindernisse der allgemeinen Aufklärung, oder des Ausganges aus\nihrer selbst verschuldeten Unmündigkeit allmählig weniger werden, davon\nhaben wir doch deutliche Anzeigen. In diesem Betracht ist dieses Zeitalter\ndas Zeitalter der Aufklärung, oder das Jahrhundert Friedrichs.\nEin Fürst, der es seiner nicht unwürdig findet, zu sagen: daß er es\nfür Pflicht halte, in Religionsdingen den Menschen nichts vorzuschreiben,\nsondern ihnen darin volle Freiheit zu lassen, der also selbst den hochmüthigen\nNamen der Toleranz von sich ablehnt, ist selbst aufgeklärt und\nverdient von der dankbaren Welt und Nachwelt als derjenige gepriesen\nzu werden, der zuerst das menschliche Geschlecht der Unmündigkeit wenigstens\nvon Seiten der Regierung entschlug und jedem frei ließ, sich in\nallem, was Gewissensangelegenheit ist, seiner eigenen Vernunft zu bedienen.\nUnter ihm dürfen verehrungswürdige Geistliche unbeschadet\nihrer Amtspflicht ihre vom angenommenen Symbol hier oder da abweichenden",
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      "text": "Urtheile und Einsichten in der Qualität der Gelehrten frei und\nöffentlich der Welt zur Prüfung darlegen; noch mehr aber jeder andere,\nder durch keine Amtspflicht eingeschränkt ist. Dieser Geist der Freiheit\nbreitet sich auch außerhalb aus, selbst da, wo er mit äußeren Hindernissen\neiner sich selbst mißverstehenden Regierung zu ringen hat. Denn es leuchtet\ndieser doch ein Beispiel vor, daß bei Freiheit für die öffentliche Ruhe und\nEinigkeit des gemeinen Wesens nicht das Mindeste zu besorgen sei. Die\nMenschen arbeiten sich von selbst nach und nach aus der Rohigkeit heraus,\nwenn man nur nicht absichtlich künstelt, um sie darin zu erhalten.\nIch habe den Hauptpunkt der Aufklärung, d. i. des Ausganges der\nMenschen aus ihrer selbst verschuldeten Unmündigkeit, vorzüglich in Religionssachen\ngesetzt: weil in Ansehung der Künste und Wissenschaften\nunsere Beherrscher kein Interesse haben, den Vormund über ihre Unterthanen\nzu spielen; überdem auch jene Unmündigkeit, so wie die schädlichste,\nalso auch die entehrendste unter allen ist. Aber die Denkungsart eines\nStaatsoberhaupts, der die erstere begünstigt, geht noch weiter und sieht\nein: daß selbst in Ansehung seiner Gesetzgebung es ohne Gefahr sei,\nseinen Unterthanen zu erlauben, von ihrer eigenen Vernunft öffentlichen\nGebrauch zu machen und ihre Gedanken über eine bessere Abfassung derselben\nsogar mit einer freimüthigen Kritik der schon gegebenen der Welt\nöffentlich vorzulegen; davon wir ein glänzendes Beispiel haben, wodurch\nnoch kein Monarch demjenigen vorging, welchen wir verehren.\nAber auch nur derjenige, der, selbst aufgeklärt, sich nicht vor Schatten\nfürchtet, zugleich aber ein wohldisciplinirtes zahlreiches Heer zum Bürgen\nder öffentlichen Ruhe zur Hand hat, kann das sagen, was ein Freistaat\nnicht wagen darf: räsonnirt, so viel ihr wollt, und worüber ihr\nwollt; nur gehorcht! So zeigt sich hier ein befremdlicher, nicht erwarteter\nGang menschlicher Dinge; so wie auch sonst, wenn man ihn im Großen betrachtet,\ndarin fast alles paradox ist. Ein größerer Grad bürgerlicher Freiheit\nscheint der Freiheit des Geistes des Volks vortheilhaft und setzt ihr doch\nunübersteigliche Schranken; ein Grad weniger von jener verschafft hingegen\ndiesem Raum, sich nach allem seinem Vermögen auszubreiten. Wenn denn\ndie Natur unter dieser harten Hülle den Keim, für den sie am zärtlichsten\nsorgt, nämlich den Hang und Beruf zum freien Denken, ausgewickelt hat:\nso wirkt dieser allmählig zurück auf die Sinnesart des Volks (wodurch dieses\nder Freiheit zu handeln nach und nach fähiger wird) und endlich auch\nsogar auf die Grundsätze der Regierung, die es ihr selbst zuträglich findet,",
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      "text": "den Menschen, der nun mehr als Maschine ist, seiner Würde gemäß zu\nbehandeln.*)\nKönigsberg in Preußen, den 30. Septemb. 1784.",
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      "text": "7628-19 РР)\n\nПредлагая русскимъ читателямъ второй выпускъ\n‹Трудбвъ Московскаго Психологическаго Обще-\nства», мы прежде всего считаенъ своею обязан-\nностью выразить признательность за тотъ премъ,\nкоторый былъ оказанъ русскимъ обществомъ и\nпечатью первому выпуску—сборнику статей о\nШопенгауер%. Это первое издаше наше встрёчено\nбыло ‚сочувственно, окупилось матерально и дало\nвозможность Психологическому Обществу продол-\nжать печаташе его трудовъ. ,\n\nСогласно объшанию, данному въ предислови\nкъ. пёрвому, выпуску, мы издаемъ теперь пере-\nвОдЪ одного изъ капитальныхъ и самыхъ важ-\nНЫхЪ ‚ трудовъ Канта: его «Пролегомелъ или пре-.\nдисловм, ко всякой будущей метафизик$». Со-\nчинене это появилось въ 1783, черезъ два года\nпо обнародованм «Критики чистаго . разума».\nЗначеше этого сочинешя для уразумёны Кантов-\nской ` философ выяснено самимъ Кантомъ въ",
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      "text": "уп\n. 7 '. И\nномъ ученым, въ отрицательныхъ ученяхъ о дух$\n\nио Бог). Потому, переходь отъ изучены, Шо-\nпенгауера къ изученно Канта является только\nисторически шагомъ назажь а теоретически дол:\nженъ быть признан, во многихъ отношейяхъ,\nшагомь вперелъ. Не всегда послфдующее совер-\nшение предтьидуаго. Движеше , впередъ въ\nисторическомъ развитм сопровождается постояН-\nно отступлешями назадъ.\n\nКлассическое произведеше Канта предлагается\nрусской публик въ мастерскомъ, по своей точности\nи литературнымъ достоинствамъ, переводЪ Влади-\nмра Сергфевича Соловьева, сд$ланномъ имъ еще\nвъ началВ 70-хъ годовъ и нын$ исправленномъ\nи дополненномъ. Лучшаго перевода Канта у насъ\nить и вфроятно никогда не будетъ. Если и въ\nэтомъ переводЪ Кантъ покажется темнымъ и тя-\nжелымъ, то вина лежитъ не на переводчикЪ, а\nна авторЪ, хотя мы должны замфтить, что глу-\nбина. и серьезность ученя Канта отчасти объяс-\nняютъ трудность его понимая и что Кантъ,\nподобно неприступной крФпости, долженъ быть\nвзятъ съ бою—терифливой, послБдовательной и\nдолгой работой мысли. Кантъ неговоритъ, какъ. это\nдЪлаеть Шопенгауеръ (въ Мр% какъ воля и пред-\nставлене), что его сочинене. должно. быть про-\nчитано для полнаго понимая два раза, но едвали,\nне само собою подразум$ вается, что философское\nсочинеше, касающееся самыхъ глубокихъ вопро-\nсовъ зная и жизни, и представляющее опытъ",
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      "text": "ПРЕДИСЛОВТЕ КАНТА.\n\nЭти „пролегомены“ назначаются не для учениковъ,\nа для будущихъ учителей, да и этимъ послфднимъ они\nдолжны служить руководствомъ не для преподавашя\nнауки уже существующей, но для создашя этой науки.\n\nЕсть ученые, для которыхъ истор!я Философии (какъ\nдревней такъ и новой) есть сама ихъ ФилосоФя; на-\nстояния пролегомены написаны не для нихъ. Имь сл$-\nцуеть подождать, пока тф, которые стараются черпать\nизъ источниковъ самого разума, кончатъ свое дёло,—\nтогда чередъ будетъ за ними извфстить мръ о совер-\nшившемся. А то нельзя ничего сказать, чтб-бы по ихъ\nмнфню не было уже сказано, —и это можетъ даже слу-\nжить безошибочнымъ. предсказашемъ для всего буду-\nщаго; ибо такъ какъ человёчесюй умъ много стольтий.\nмечталъ различнымъь образомъ о безчисленныхъ пред-\nметахъ, то нфть ничего легче, какъ ко всякой новой\nмысли подъискать какую-нибудь старую, нёсколько на\n\nнеё похожую.\n1",
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      "text": "—4—\n\nМы намфрены убфдить всфхъ, занимающихся метафхи-\nзикой, что необходимо пока отложить ихъ работу, счи-\nтать все до сихъ поръ сдфланное несдфланнымъ, и прежде\nвсего поставить вопросъ: возможно ли еще вообще то,\nчто называется метафхизикой?\n\nЕсли метафизика — наука, то почему она не можетъ.\nподобно другимъ наукамъ достигнуть общаго и постоян-\nнаго признан!я? Если же она не наука, то откуда про-\nисходить, что она между тфмъ постоянно величается,\nподъ видомъ науки и задерживаетъ умъ человёчесюй:\nникогда не исчезающими, но и никогда не исполняе-\nмыми, надеждами? Итакъ, придется-ли доказывать свое-\nзнаше, или же незнаше, но во всякомъ случа нужно\nнаконець дойти до чего-нибудь положительнаго каса-\nтельно природы этой предполагаемой науки, потому-что.\nвъ прежнемъ положении ‘оставаться ей невозможно. —.\nКажется почти смёшнымъ, что между тёмъ какъ всякая\nдругая наука непрестанно идетъ впередъ, въ метафизик$,.\nкоторая хочетъ быть самою мудростью, и къ рёшенямъ.\nкоторой обращается каждый,— постоянно приходится:\nверт$ться на одномъ мфстф, не длая ни шага впередъ.\nПравда, что она и растеряла не мало своихъ привер-\nженцевъ, и не видно, чтобы ТФ, которые считаютъ.\nсебя достаточно сильными чтобы блистать въ другихъ,\nнаукахъ, хотёли рисковать своею славой въ этой, гдЪ.\nвсякш, невьжественный но всёмъ прочимъ предметамъ,\nприписываетъ себф рышающее суждеше, такъ какъ въ.\nэтой области дфйствительно нфтъ никакой вфрной мёры\n\nи вБса, чтобы отличить основательность отъ поверх-\nностной болтовни.",
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      "text": "—5—\n\nВпрочемъ н$тъ ничего необыкновеннаго въ томъ, что\nтосл$ долгаго изучения извфстной науки, когда думають,\nчто она Богъ вфсть какъ далеко ушла, наконецъ кому-\nнибудь приходитъ въ голову вопросъ: да возможна ли\nеще вообще такая наука, и если возможна, то какъ?\nРазумъ человфческй такъ склоненъ къ созиданию, что\nмного разъ уже онъ возводилъ башню, а потомъ опять\n<носилъ ее, чтобы посмотрфть, крфпко-ли лежитъ Фхун-\nдаментъ? Никогда не поздно взяться за умъ; но если\nразумное понимаше приходить поздно, то труднфе бы-\nваетъ дать ему ходъ. `\n\nВопросъ: возможна ли извфстная наука предпола-\nтаетъ сомнфне въ ея дфйствительности; но такое со-\nмнЪше оскорбляетъ всякаго, у кого все имущество со-\n<тояло быть можеть въ этой мнимой драгоцфнности,\n‚а потому высказываюций это сомнше всегда долженъ\nожидать противодфйств!я со всфхъ сторонъ. Одни въ\nгордомъ сознаши всего стараго, а потому и почитае-\nмаго законнымъ, обладашя, со своими метафхизическими\n‘учебниками въ рукахъ, будуть смотрёть на него съ\nпрезрёньемъ; друме, которые никогда не видятъ ничего\nкром$ того, что одинаково съ тёмъ, что они уже гдЪ-\nнибудь прежде видали, не поймутъ его; и н‹$которое\nвремя все останется такъ, какъ будто-бы не случалось\nничего такого, что заставляло-бы позаботиться о близ-\nкой перемфнЪ или надфяться на неё.\n\nКакъ-бы то ни было я берусь предсказать, что само-\n<тоятельно мыслящ читатель этого введен!я не только\nусумнится въ существующей метафизик$, но впослфд-\n<стви и вполнф убфдится, что такой науки совсфмъ не",
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      "text": "—6—\n\nможетъ быть, если не исполнены тф усломя, который\n‘будуть мною здфсь высказаны; а такъ какъ они еще\nникогда не были исполнены, то читатель долженъ бу-\nдетъ убфдиться, что вообще никакой метафизики еще\nне существуетъ. Но такъ какъ между тмъ запросъ на\nнеё никогда не можетъ исчезнуть *), потому что инте-\nресъ общаго человфческаго разума слишкомъ тсно съ\nнею связанъ, то нужно будетъ признать, что неизбфжно.\nпредстоитъ, какъ этому ни сопротивляйся, полная ре-\nФорма или, лучше сказать, новое рождеше метахизики\nпо совершенно неизвфстному до сихъ поръ плану.\n\nСъ опытовъ Локка и Лейбница, или вфризе—съ сама-\nго возникновеня метахизики не было событя столь\nрЬшительнаго для ея судьбы, какъ то нападенше, кото-`\nрое сдфлалъ на неё Давидъ Юмъ. Онъ не внесъ свфта\nвъ эту область знашя, но выбилъ искру, изъ которой\nможно бы было зажечь огонь, если-бы только онъ на-\nшелъ пригодный для этого матерьялъ.\n\nЮмъ исходилъ главнымъ образомъ только изъ одно-\nго, но важнаго понят!я метаФизики, именно понят!я о\nсвязи причины и дъиствя (съ вытекающими отсюда поня-\nями о сил и дЬйстыи и т. д.); онъ вызывалъ разумъ,\nим5ющ  притязаше на произведене ‘этого понятия,\nотвфчать: по какому онъ праву мыслитъ, что нёчто\nможетъ имфть такое свойство, что чрезъ его положе-\n\n*) ВизНсиз ехресЁ дит ЧейчаЁ атп{$, аё Ше\nГабиг её 1аБешг ш отле уомЫ $ жеупт.\n\nНога 1и$-",
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      "text": "ПРЕДВАРИТЕЛЬНЫЯ ЗАМЪЧАНЯ\n\nОВЪ ОСОБЕННОСТИ\n\nВСЯКАГО МЕТАФИЗИЧЕСКАГО ПОЗНАНЙЯ.\n\n$ г.\n0бъ источнинахъ метафизики.\n\nКогда нужно представить какое-нибудь познаше какъ\nнауку, то прежде всего должно въ точности опредфлить\nту отличительную особенность, которую оно не разд$-\nляетъ ни съ какимъ другимъ познашемъ, и которая,\nтакимъ образомъ, исключительно ему свойственна; въ\nпротивномъ случаз границы всбхъ наукъ сольются; и\nни одну изъ нихъ нельзя будетъ основательно изложить\nсообразно съ ея природой.\n\nИдея возможной науки и ея области основывается преж-\nде всего именно на такой отличительной особенности,\nвъ чемъ бы она ни состояла: въ различ ли предмета, или\nисточниковь познашя, или же рода познамя, или, нако-\nнецъ, въ различи н$фкоторыхъ, если не всвхЪъ, этихъ\nотношенй вм$стё. |",
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      "text": "— 15 —\n\nВо первыхъ, что касается источниковъ метафизичес-\nкаго познашя, то уже въ его понят полагается, что\nони не могутъ быть эмпирическими. Слфдовательно прин-\nципы метафизики (куда принадлежать не только ея\nосновныя положенля, НО и ея основныя понятия) никогда не\nдолжны браться изъ опыта; ибо она должна быть по-\nзнашемъ не хизическимъ, а метахизическимъ, т. е. ле-\nжащимъ за предфлами опыта. Итакъ въ ея основаше\n\n`не ляжетъ ни внёшн! опытъ, служащ источникомъ\nсобственно Физик, ни внутреннй, на которомъ осно-\nвывается эмпирическая психоломя. Метафизика есть\nтакимъ образомъ познаше а р7307+, или изъ чистаго раз-\nсудка и чистаго разума.\n\nНо въ этомъ она не имфла бы еще ничего отличитель-\nнаго отъ чистой математики; поэтому она должна будетъ\nназываться чистымъ философскимь познашемъ; касательно\nже значешя этого выражешя я ссылаюсь на Критику\nчистаго разума (ст. 712 и слфд.), гдЪ разница межлу\nэтими двумя родами разумнаго познаваня изложена\nясно и удовлетворительно. — Вотъ и все объ источни-\nкахъ метахизическаго познания.\n\n$ 2.\n0 томъ род познанй, который единственно можеть\n\nназываться метафизическимъ.\n\nа) (9) разлими синтетическихь и аналитическихь суж-\nденлй вообще. |\n\nМетахизическое познаше должно содержать исклю-\nчительно суждешя а руют,—этого требуетъ особен-",
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      "text": "— 19 —\n\nность его источниковъ. Но какое-бы происхождене и\nкакую-бы логическую Форму ни имфли сужден!я, во\nвсякомъ случа у нихъ есть различе по содержаню,\nвъ силу котораго они бываютъ или просто поясняюшия\nи не прибавляютъ ничего къ содержаню познашя, или\nже бываютъ расширяюиия, и увеличиваютъ данное по-\nзнаше; первыя могутъ быть названы аналитическими,\nвторыя— синтетическими сужденшями.\n\nАналитичесмя суждешя высказываютъ въ предикать\nтолько то, что уже было въ понят субъекта мыслимо\nдьйствительно, хотя не такъ ясно и не съ равною соз-\nнательностью. Когда я говорю: всф тфла протяженны,\nя нисколько не расширяю своего понятйя о тТФЛЬ, а\nтолько разлагаю его, такъ какъ протяженность была\nвъ дьйствительности мыслима объ этомъ поняти еще\nпрежде суждешя, хотя и не была ясно высказана; это\nсуждеше, такимъ образомъ, аналитично. Напротивъ,\nположен!е: нёкоторыя тфла имфютъ тяжесть, содер-\nжить въ предикатЬ нёчто такое, что въ общемъ понят!и\nтьла дьйствительно еще не мыслится; такимъ образомъ\nэто положеше увеличиваеть мое познаше, прибавляя\nнфчто новое къ моему понято, и поэтому оно должно\nназываться синтетическимъ суждешемъ.\n\n6) Обивй принципь всъхь аналитическихь суждений есть\nзаконъ противоръщя.\n\nВсБ аналитичесмя суждешя основываются вполнф на\nзаконф противорёчя и по своей природЪ суть позна-\nня а 70\", причемъ все равно—имфютъ ли понятя,\nслужащя имъ матерей, эмпиричесюй характеръ, или\nить. Ибо, такъ какъ предикать утвердительнаго ана-\n\n2.",
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      "text": "ПРИЛОЖЕНИЕ.\n\nКРИТИКА КАНТОВСКОЙ ФИЛОСОФИИ\n\nКУНО-ФИШЕРА.\n\nПЕРЕВОДЪ\n\nДЪЙСТВИТ. ЧЛЕНА ПСИХОЛОГИЧЕСКАГО ОБЩЕСТВА.\n\n13*",
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      "text": "БУНО-ФИШЕРЪ.\n\nКРИТИКА КАНТОВСКОЙ ФИЛОСОФИИ.\n\nГЛАВА ПЕРВАЯ.\nКантовская философ/я какъ учене о познанм,\n\nВъ виду обсужденя кантовской ФилосоФи мы долж-\nны прежде всего представить въ краткомъ обзорЪ\nглавныя черты ея системы и устранить всямя преврат-\nныя и ложныя толкован!я, вредяния ея пониманю, за-\nмфнивъ ихъ толковашями соотвфтственными и правиль-\nными. Ибо только тогда можно правильно обсуждать,\nкогда правильно понимаешь. Критическое познаше си-\nстемы даеть основаше для новыхъ заключенныхь въ\nней проблемъ, опредфляющихъ ходъ развийя послф-\nкантовской хилосохш. Сообразно съ этимъ отъ харак-\nтеристики кантовскаго учешя мы перейдемъ къ его\nкритик5, и затфмъ изложимъ вытекающя изъ такой\n\nкритики задачи, поведшёия къ его преобразованю и\nразвитю.",
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      "text": "\"— 204 —\n\nОбщий характеръ кантовской хилосоели, если мы обра-\nтимъ внимаше на ея сущность, слагается изъ трехъ осно-\nвныхъ чертъ, которыя должно правильно себЪ предста-\nвить и соединить, чтобы уяснить всю существенную:\nособенность этой Философи, господствовавшей въ по-\nслфднее столёце: эти основныя черты составляютъ—\nучеще о познаши, учеше о свободь и ученше о развипии. Но-\nвымъ родомъ кантовскаго учешя о познанш обусловли-\nвается новый родъ его учешя о свободь, то и другое\nобусловливаетъ новый родъ учешя о развит. Мы. рас-\nполагаемъ эти темы въ томъ порядкб, въ какомъ онЪ\nслфдують другъ за другомъ на пути критическаго из-\n\nслвдовавя.\n\nПервый вопросъ, опредфляющий вс основные вопросы\nкантовскаго изслфдованя, это—вопросъ о происхо-\nждени человфческаго познашя. Это самое простое выра-\nжеше для обозначеня характера основной проблемы и\nвмфст$ руководящаго принципа, направлявшаго Филосо-\nФа въ ея разрьшени, и, слёдуя которому, мы всего\nлучше можемъ орентироваться въ родф и строф его\nсистемы. Что такая задача до Канта никогда, строго.\nговоря, не была извфстна, не говоря уже о ея разр$-\nшени, это мы достаточно подробно доказали въ нашей\nхарактеристик эпохи критической ФилосоФхм и докан-\nтовскихъ точекъ зрфня, куда и отсылаемъ нашихъ чи-\n\nтателей “).\n\n*) Куно-Фишерь. История новой Философии. Пер. Н. Страхова. Т. Ш.\nГл. Ти ИП, стр. 3—40. |",
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